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Zusammenwachsen

(C) Annelie Wehrspaun - Hannover 1991

(C) Annelie Wehrspaun – Hannover 1991

 

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… und zwar jedem Betrachter eine andere Geschichte.

Sehr viele Inkarnationen habe ich nicht mehr vor mir. Im letzten Leben war ich um ca. 1840 in Finnland. Vermutlich war ich dann wohl auch Finne. Leider bin  ich in dem Leben nicht sehr alt geworden und hatte wohl auch keine Lust, irgendetwas schriftlich niederzulegen.

Darum schreibe ich jetzt auch fleißig in diesem Blog. Das soll mir nicht noch einmal passieren, dass ich später so wenig über mein vorheriges Leben erfahre.

Ich habe mir jetzt schon mal einen Androiden besorgt. Der wohnt in meinem Handy und notiert sich alles.

Androide, auch Android, (von griechisch ἀνήρaner „Mensch, Mann“ und εἶδοςeidos „Aussehen“, „Gestalt“ → „einem Menschen (oder Mann) ähnlich“) ist die Bezeichnung für ein Maschinenwesen bzw. einen Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht und sich menschenähnlich verhält. Ein Androide ist somit ein spezieller humanoider Roboter. Ein humanoider Roboter in Form einer Frau wird gelegentlich auch Gynoid(e) (gr.: γυνήgyne „Frau“) genannt.

Nein, nein, ich will im nächsten Leben nicht als Android oder Gynoid inkarnieren. Die sind mir noch zu „unvollkommen“, obwohl sie jetzt schon besser funktionieren als die meisten Menschen.

Ich will nur schon mal das bessere Gedächtnis meines Androiden nutzen. Der erinnert mich an Geburtstage, merkt sich Passwörter und es gibt für ALLES eine App. Manche Leute haben nicht nur eine App, sondern einen ganzen Apple in ihrem Handy sitzen. Das ist Ansichtssache, was besser ist. Die Apfelprodukte sind jedenfalls teuerer und man bekommt auch einen Handynacken, wie beim Androiden auch.

….. „Handynacken“. Je weiter wir den Kopf neigen, desto stärker wird die Belastung. Beim Schauen aufs Display senkt der Nutzer seinen Kopf aber nicht um 15 sondern meist um die 60 Grad. Kräfte von 27 Kilogramm wirken auf Nacken und Rücken. Das entspricht etwa dem Körpergewicht eines siebenjährigen Kindes. Quelle: Internet

Da sitzt mir also ein siebenjähriges Kind im Nacken! Das hat mir gerade noch gefehlt!

Nein, ich habe noch einmal nachgedacht, ich werde alle meine Spuren verwischen. Ich will das nächste Mal unvoreingenommen sein und von Anfang an alles richtig machen.

Die Finnen haben das wohl schon im 19. Jahrhundert ganz ohne Handy und Internet erkannt – nun weiß ich, warum ich nichts nachlesen konnte.

Fiktion und Wirklichkeit

Ich habe in meinem Leben schon so viele Filme gesehen und Bücher gelesen, dass ich eigentlich genau Bescheid weiß wie alles funktioniert. Trifft man dann aber mal einen richtigen Kriminalkommissar, dann erzählt der, dass die Wirklichkeit bei der Kripo »etwas« anders aussieht als im Fernsehkrimi.

Auch Endzeitromane, Dystopien, Apokalypsen und Kriegsgeschichten scheinen frei erfunden. Was in einem Roman mit biologischer Kriegsführung (oder Unfällen wie im letzten Gefecht von Stephen King) prima funktioniert, ganze Völker auszurotten, oder gar die ganze Weltbevölkerung (außer Anton L.), scheint in der Wirklichkeit nur von Amateuren und Versagern betrieben zu werden.

Mal versuchen sie mit Frostschutzmitteln die Weintrinker zu eleminieren, dann wieder mit Gammelfleisch oder BSE die Nichtvegetarier.
Die Vogelgrippe setzt sich auch nicht richtig durch, weil die dummen Vögel zur verkehrten Zeit in die verkehrte Richtung fliegen. Vielleicht können die bald durch vernünftig programmierte Drohnen ersetzt werden?!?

Nun höre ich, dass mein Frühstücksei mit Fripronil verunreinigt ist.

In belgischen Eiern wurden bisher die höchsten Werte gemessen: 1,2 Milligramm pro Kilogramm Ei. Legt man diesen Wert zugrunde, kann ein Erwachsener mit 65 Kilo Körpergewicht 7 Eier innerhalb von 24 Stunden essen, ohne den zulässigen Wert zu überschreiten.

Da ich über die 65 Kilo nur schmunzeln kann, kann ich locker ein ganzes 10er oder 12er Pack Eier essen, ohne großartigen Schaden zu nehmen.

Also dieser Angriff ist mal wieder völlig unprofessionell und dilettantisch gestartet worden. Diese Leute, die uns vergiften wollen, lesen wohl keine Bücher, in denen das viel besser beschrieben ist, wie man das macht. Mit solchen Stümpern lässt sich kein Krieg gewinnen – ein biologischer schon gar nicht! Jetzt mal egal, welche Seite damit angefangen hat.

Sich im Spiegel zu betrachten, kann sehr unterschiedliche Auswirkungen haben.

Zunächst stellen wir fest, der Spiegel vertauscht Links und Rechts.

Warum vertauscht er eigentlich nicht Oben und Unten?

(Die Zeitschrift DER SPIEGEL vertauscht oder verdreht auch manchmal etwas, aber das ist nicht mein Thema!)

Daran haben wir uns wohl gewöhnt, sonst hätten wir schon längst Spiegel hergestellt, die rein gar nichts vertauschen. Im Zeitalter der Elektronik wäre das sicher ein Kinderspiel. Spiegel gibt es ja schon wesentlich länger, als viele andere Gegenstände, die inzwischen durch elektronische Geräte ersetzt wurden.

Die ersten von Menschen erschaffenen Spiegel entstanden möglicherweise schon in der Kupfersteinzeit oder in der Bronzezeit, indem man nun verfügbare Metalle zu diesem Zweck polierte. Um 3000 v. Chr. gab es bereits in Mesopotamien solche Bronzespiegel. Quelle Wikipedia

Ein elektronischer Spiegel könnte sicher mit entsprechender Firmware Pickel ausblenden, blasse Haut aufhübschen und endlich dieses leidige Problem beheben, dass die meisten Menschen zwei nicht identische Gesichtshälften haben.

Aber vermutlich ist uns auch das egal, wir sehen im Spiegel sowieso nur das, was wir sehen wollen. Und wenn wir anderen Menschen den Spiegel vorhalten, erzeugt das, wenn überhaupt, nur eine Einsicht mit der Erwiderung: „Du aber auch!“

Also ändert ein Spiegel im Grunde gar nichts, da kann man sich auf den Kopf stellen.

 

Virtuelles Museum

Ich oute mich als „Bastler“.

Ich habe schon Papier-, Holz-, Metall-, Elektro- und Elektronikbasteleien fabriziert.

Zum Teil „abenteuerlich“ konstruiert, geschweißt, gelötet, geklebt, geschraubt oder einfach nur mit Draht zusammengebunden.

Schön waren all diese Geräte nicht, aber sie haben funktioniert.

Ich komme gerade drauf, weil mein Foto-Zufallsgenerator ein Gerät zeigt, das ich in meiner Amateurfunkzeit gebastelt habe.

Das war ein mobiler „Packet Radio-Koffer“, sowas wie „Internet per Amateurfunk“.

Ich will jetzt auf keinen Fall die Komponenten aufzählen, erklären oder beschreiben. Das langweilt sicher.

Jeder Mensch hat in seinem Leben etwas gestrickt, genäht, gemalt, gehobelt, genagelt, geschraubt, geklebt, getöpfert, gemeißelt, ge…..

Die meisten Teile besitzen wir nicht mehr. Wenn man Glück hat, gibt es noch Fotos. Aber selbst aus dem virtuellen Museum in unserem Gedächtnis sind die meisten Dinge verschwunden.

Gerade auf dem Elektroniksektor hat der Bastler den Fortschritt dramatisch gemerkt. Es gib heute keine Geschäfte mehr, in denen man einzelne Widerstände, Kondensatoren, Transitoren oder gar Röhren kaufen kann. Die Tante Emma-Läden der Elektronikbastler sind eben auch ausgestorben.

Ein Gerät, das früher so groß wie ein Reisekoffer war, passt heute auf einen fingernagelgroßen Chip und „Selbstbau“ lohnt sich schon gar nicht mehr.

Bestimmte Dinge vergisst man NIE! Der erste selbstgeschnitzte Flitzebogen (vom Opa gelernt), der erste selbstgebaute Drachen, sind im virtuellen Museum presenter als alle anderen Basteleien – auch ohne Foto!

P.S. was ist in Ihrem virtuellen Museum?

 

Ich vermisse den Regen

Bisher bin ich jeden Tag in den Keller gegangen und habe Wasser gesaugt, geschöpft, gepumpt. Der Tag hatte Struktur, ich hatte eine sinnvolle Aufgabe. Na ja – Aufgabe.

Nun hört es einfach auf zu regnen. Sind die Wolken leer? So plötzlich?

Ok, ich frage mich sowieso, wie SO VIEL WASSER aus Wolken kommen kann. Wasser ist doch schwerer als Luft. Nebel, Wolken, im Prinzip verstehe ich es ja. Aber dass ganz Deutschland metertief unter Wasser ist, bedeutet doch, dass die Wolken bis zum Mond reichen müssten, um so viel Wasser zu produzieren. So schnell wie es dicke Tropfen regnet, kann es auf dem Meer doch gar nicht verdunsten?!

Egal, ich werde mich jetzt auf Sonne und Dürre einstellen. Bin ja flexibel.

Aber WEHE es fängt dann wieder an zu regnen! Mein lieber Kokoschinski, dann mucke ich aber auf!