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Wir werden es nie erfahren, weil ich es verhindert habe.

Sheila ist eine Hündin mittlerer Größe, die nie ohne ihren gelben Wilson spazieren geht. Ich bin nicht sicher, ob sie es merkt, dass der Tennisball ab und zu mal ausgetauscht wird, wenn er stark nachgelassen hat. Vermutlich merkt sie es, aber sagt nichts, weil Hunde sehr tolerant sind.

Sheila geht immer ohne Leine vor Frauchen oder Herrchen her. Ich habe sie noch nie gesehen, dass sie hinterherläuft. Sie scheint ganz genau zu wissen, wo Frauchen oder Herrchen hingehen wollen, und läuft eben immer ein paar Meter vor.

Oft sehe ich Sheila vor dem Supermarkt stehen. Sie steht dort immer und schaut konzentriert auf den Eingang. Andere Hunde sitzen, liegen oder lümmeln neben dem Eingang, aber Sheila steht in respektvollem Abstand frontal vor der Eingangstür, weit genug um niemanden beim Eintreten zu behindern, aber Frauchen oder Herrchen könnten nie unbemerkt den Supermarkt verlassen. Auch hier ist sie nie angeleint!

Obwohl Sheila mich als Nachbarn kennt, würde es mir nie gelingen, ihre Aufmerksamkeit auch nur ein paar Sekunden von der Tür des Supermarktes abzulenken. Wenn ich Zeit habe, warte ich dann mit Sheila gemeinsam, weil ich gespannt bin, ob nun Frauchen oder Herrchen aus dem Supermarkt kommt. Sheila weiß das selbstverständlich, verrät es mir aber nicht, damit die Spannung erhalten bleibt.

An einem denkwürdigen Tag wusste ich schon vorher, dass wohl Herrchen im Supermarkt ist und Sheila auf ihn wartet, weil ich in der Ferne Sheilas Frauchen sehe, die angeradelt kommt und auf dem Weg nach Hause ausgerechnet am Supermarkt vorbeikommt. Sie hat so viel Schwung drauf, dass sie ein paar Meter an Sheila und mir vorbei saust, dort bremst und vom Rad steigt.

Sheila läuft in ihre Richtung, bremst scharf ab und wieder zurück zur Eingangstür, schaut, ob Herrchen in Sicht ist. Sheila ist sichtlich verwirrt, unentschlossen und läuft immer zwischen Frauchen und Supermarkttür hin und her. Mit verzweifeltem Gesichtsausdruck, weil Frauchen keine Anstalten macht, wieder näher zu kommen. Es hat eher den Anschein, dass sie wieder aufsteigen und weiterfahren will. Frauchen grinst mich an und meint, Herrchen würde aber staunen, wenn Sheila plötzlich verschwunden wäre, weil sie sie mit nach Hause nimmt.

Dieser Gedanke war für mich unerträglich! Ich hätte dann auf jeden Fall auf Herrchen gewartet, um ihn nicht im Ungewissen zu lassen. Aber ich habe mir ausgemalt, wenn das mal passiert, wenn ich nicht zufällig vor Ort bin und aufpassen kann?

Ich habe Frauchen EINDRINGLICH gebeten, so etwas nie zu tun!

Wir haben dann gemeinsam auf Herrchen gewartet, und als die drei einträchtig nach Hause gegangen sind, war mein Tag endlich wieder in Ordnung!

 

(Ich VERMUTE, Sheila hätte auf Herrchen gewartet, auch wenn Frauchen weitergefahren wäre. Aber wir werden es nie erfahren!)

Die armen Roboter

Neulich berichtete ich über mein Gespräch mit einem Roboter. Wenn nun die Roboter denken, ich würde mich über sie lustig machen, dann tut mir das leid. Ich habe nämlich am Freitag erfahren, dass die das nicht leicht haben. Bei einer Vernissage der Künstlerin Vera Burmester habe ich das erfahren.

Vera Burmester zeigte nicht nur wunderschöne Scherenschnitte, Radierungen, Künstlerbücher und Installationen, sondern auch Zeichnungen auf sehr lustigen Postkarten.

Dass passt doch gerade wunderbar zum Thema, nur weiß ich jetzt nicht so spontan, wie ich dem kleinen Roboter oder der kleinen Roboterin helfen kann?😉

Quelle: Vera Burmester

Gespräch mit einem Roboter

Ich habe seit langer Zeit auch ein Girokonto bei der Postbank. Neulich kam ein Schreiben, dass das nun nicht mehr gebührenfrei ist und ich wurde automatisch in den höchsten Tarif mit allem Komfort eingestuft. Da ich dieses Konto ausschließlich online benutze, habe ich mich entschieden, es „downzugraden“ auf ein reines Onlinekonto, was etwas preiswerter ist.

Erste Maßnahme: Email an die Postbank, mein Konto bitte auf „online“ umzustellen. Sicherheitshalber habe ich ein vom mir unterschriebenes Blatt in PDF-Form angehängt.

Antwort vom Roboter: Wenn Sie Ihr Konto kündigen wollen, benötigen wir von Ihnen einen unterschriebenen Antrag

Ok, denke ich mir, das klärste schnell telefonisch, ist einfacher als zur Postbank zu laufen.

Ich rufe bei der Postbank an.

Roboter: Bitte geben Sie Ihre Kontonummer und ihr Telefonbanking Passwort ein!

Ups, ich habe nie Telefonbanking gemacht und habe entweder kein Passwort dafür, oder es vergessen/verbummelt?!

Aber es naht Hilfe aus dem Internet. In den Postbanking FAQ steht eine Telefonnummer, die man anrufen soll, wenn man sein Telefonbanking Passwort vergessen hat.

Ich rufe diese Nummer an.

Roboter: Guten Tag, bitte geben Sie Ihre Kontonummer ein!

….tip …tip … tip ..Kontonummer eingetippt. Man kann auch die Kontonummer sprechen. Der Roboter versteht das alles!

Roboter: Ich wiederhole Ihre Kontonummer xxxxxxx Ist das richtig?

Ich: Ja

Roboter: Bitte geben sie ihr Telefonbanking Passwort ein!


Dieses ist wirklich so passiert. Ich schwör‘😉

Habe natürlich ein neues Telefonbanking Passwort in der Postbankfiliale beantragt und heute ist es per Post gekommen.

Wollte ich es gleich mal ausprobieren, ob es funktioniert und ich nun auch mal bei der Postbank anrufen kann.

Ich wähle ……. tüt ….tüt

Roboter: Guten Tag, bitte geben Sie ihre Kontonummer ein!

….tip …tip … tip ..Kontonummer eingetippt.

Roboter: Ich wiederhole Ihre Kontonummer xxxxxxx Ist das richtig?

Ich: Ja

Roboter: MOMENT! Ich verbinde Sie mit einem Mitarbeiter!

Und was mache ich nun mit meinem Passwort? …..shreddern? Oder überlegt der Roboter es sich vielleicht nächstes Mal anders?

Naja, Babys können noch nicht alles und alte Menschen können nicht mehr alles. Das ist ja keine besondere Erkenntnis.

Was mir aber aufgefallen ist, dass viele Menschen mittleren Alters mit alten Menschen so reden, wie mit einem Kleinkind. Egal, ob der alte Mensch schwerhörig ist oder nicht, ob er einen geistig fitten Eindruck macht oder nicht, alleine ganz viele Falten im Gesicht. ein Rollator oder ein Gehstock genügen als Zeichen, dass viele in „Babysprache“ verfallen, wenn sie mit dem alten Menschen reden.

Selbst bei Pflegekräften in Altenheimen habe ich das beobachten können, obwohl die doch Profis sind! Oder gerade deswegen?

Vermutlich tun nur die das nicht, die sich auch schon bei ihren Kindern bemüht haben, ohne Babysprache auszukommen. Oder gerade umgekehrt? Weil sie es früher nicht gemacht haben, wollen sie es jetzt noch einmal anwenden? Ich weiß es nicht!

Ich habe ja gemerkt, dass ich alt geworden bin, als ein junges Mädchen mir helfen wollte, mein Fahrrad aus dem Zug zu heben. Das war ein ganz schlimmer Moment! Dieser angebotene Rollentausch hat mich alarmiert. Ich helfe doch immer noch Frauen jedes Alters beim Herausheben eines Kinderwagens aus Bus und Bahn. Wieso vermittele ich JETZT schon den Eindruck, mein Fahrrad nicht alleine wuppen zu können?

Wenn ich das nicht mehr schaffe und mir wirklich beim Fahrrad helfen lasse, kann ich wohl darauf warten, dass man mich dann auch in Babysprache fragt, ob ich Hilfe brauche.

SCHRECKLICHER Gedanke!

… schaut man nicht ins Maul.

Undank ist der Welt Lohn.

Weitere Sprichworte fallen mir gerade nicht ein, meine ungebührliche Undankbarkeit in Worte zu fassen.

Da hat mir so eine kleine Softwareschmiede nahmens Microsoft ein neues Betriebssystem geschenkt, und ich bin nur am meckern. Selbstlos und aufopfernd haben sich die Programmierer daran gemacht, mir das schönste Windows aller Zeiten zu präsentieren. Da sollte ich mich nicht darüber aufregen, dass, ohne mich zu fragen,  beim Update Treiber und Programme entfernt werden, die nicht würdig sind mit dem neuen Windows zu arbeiten. Es ist ja auch nicht das Problem des Betriebssystems, wenn Druckerhersteller nicht sofort, wenn überhaupt, Treiber für Windows 10 bereitstellen. Es macht ja auch sehr viel mehr Sinn, wenn ich mir mal wieder einen neuen Drucker kaufe. Da scheint sowieso etwas faul zu sein, dass die eingebaute Sollbruchstelle im Drucker noch immer nicht gebrochen ist, und er noch funktionieren würde, wenn nicht Windows 10 die Zusammenarbeit verweigern würde.

Ich will Sie nicht mit Details langweilen. Jeder hat selbst seine Windows-Erfahrungen, und wem das nicht passt, kann ja Linux installieren oder gar in die Apfelwelt eintauchen, die sicher über all diesen Dingen steht.

Aber eines muss ich noch anmerken. Die größte Kachel, die mir nun ins Auge springt und ausnahmsweise mal keine Werbung beinhaltet, trägt die Überschrift „Nachrichten“.

Das klingt seriös.

Ich will auch nicht schon wieder meckern, aber ich finde es ein wenig „ungeschickt“, wenn zum Beispiel die beiden Nachrichten einträchtig nebeneinander präsentiert werden:

Quelle: MSN dpa microsoft

Quelle: MSN dpa microsoft

Quelle: MSN dpa microsoft

Quelle: MSN dpa microsoft

Wenigsten hat derjenige, der die Meldungen ausgewählt hat, so viel Pietät, den armen Kindern Deutschlands, die nicht in Urlaub fahren können, nicht die verhungerten Kinder in Afrika gegenüberzustellen, sondern nur die unterernährten Kinder Afghanistans.

Ich habe diese ganzen Windows 10 Kacheln beseitigt und mir das Windows wieder so eingerichtet, wie ich es praktisch finde. Nun sieht es wieder aus wie Windows 7 – äußerlich. Innen drin ist es nun etwas ganz Besonderes und bestimmt für mich, ob ich drucken kann und welche Programme noch arbeiten dürfen.

Ist das schon die Vorstufe vom „MIRROR“?

Im Klappentext vom Mirror steht:

Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.

Hoffentlich macht er auch die Kinder glücklich, die nicht in den Urlaub fahren können, oder die, die Hunger haben!?

 

 

Habe ich neulich noch über Vielfalt nachgedacht, ist mir heute das Wetter aufgefallen. Es hat sich in einer Form bemerkbar gemacht, dass ich es nicht ignorieren konnte. Schon seit gestern oder vorgestern, weiß nicht mehr genau, wann das anfing?

Sonst ist es ja so, wenn uns das Wetter nicht gefällt, bleiben wir einfach Zuhause. Wenn das Wetter aber in das Zuhause eindringt und drinnen Temperaturen erzeugt, die eben sonst nicht entstehen, nicht einmal durch eine Heizung oder einen Kamin, nützt das Zuhausebleiben gar nichts! Ok, solche Temperaturen entstehen auch in der Sauna. Aber erstens hat nicht jeder eine Sauna und die, die eine haben, werden ja nicht gezwungen, da drin zu sitzen.

Also geht man lieber in den Supermarkt, dort in der Ecke, wo die Käse und Joghurtregale stehen, ist es schön kühl. Blöd ist nur, dass die dort keine Sessel und Leselampen haben!

In manchen Kaufhäusern ist es mir schon wieder ZU kalt, die powern ihre Klimaanlagen so hoch, dass man da drinnen schon wieder friert. Vermutlich soll man sich noch eine warme Jacke kaufen, die man draußen nicht braucht, aber nicht gekauft hätte, wenn es da drinnen nicht so bitterkalt wäre.

Wetter ist eben auch sehr vielfältig und kann es sowieso nicht allen recht machen! Da gibt es immer was zu meckern.

Auf jeden Fall ist Wetter das zuverlässigste auf diesem Planeten. Ich habe noch keinen Tag erlebt, an dem es gar kein Wetter gab.

Wie bekomme ich Vielfalt?

Heute habe ich mich über die Vielfalt gefreut, die das Leben mir bietet.

Allerdings passiert es mir immer wieder, dass ein Wort in meinen Ohren nachklingt und mich nachdenkllich macht.

Ich habe oder wünsche mir Vielfalt, also viel Falt.

Was ist denn Falt überhaupt? Ist Falt das Ergebnis, wenn man etwas gefaltet hat?

Man faltet Papier zu Origamifiguren, bei der Herstellung von Blätterteig wird dieser auch oft gefaltet und ein Samurai-Schwert wird 15 Mal gefaltet, damit 30000 Lagen entstehen. (Falten im Gesicht klammern wir jetzt mal völlig aus, die macht man ja nicht absichtlich!)

Also habe ich schon Vielfalt zuhause, wenn ich ein Samurai-Schwert, einen Blätterteig und Origami habe.

Als ich das eben meiner Frau vorgetragen habe, meinte sie, ich könne ruhig noch einen Falt drauftun, das ergänze meine Vielfalt noch ein wenig. „Und wo bekomme ich noch einen Falt her?“ fragte ich sie. „Hmm“, zögerte sie, „wenn du noch etwas Einfältiges brauchst, findest du es sicher im Badezimmer – im Spiegelschrank – musst ihn nicht einmal öffnen!“😉