Feeds:
Beiträge
Kommentare

Ich bin ein Versager

Ich habe kein Haus gebaut, keinen Baum gepflanzt, kein Kind gezeugt, keine Erfindung gemacht, keine Firma gegründet, keine Oper komponiert, kein chemisches Element entdeckt, kein Buch geschrieben und weitere 143 Dinge nicht getan, auf die man stolz sein kann.

Wie komme ich damit zurecht?

Ganz gut eigentlich.

Von den insgesamt 150 Dingen, die mir für die obige Aufzählung spontan einfielen, vermisse ich aber nur ganz selten etwas. Das Vermissen habe ich dann auch ganz schnell wieder verdrängt. Es geht auch ohne. Von den oben aufgezählten Dingen vermisst meine Liebste auch nichts – sagt sie jedenfalls. Und sie ist glaubwürdig – sie lügt nie! Das habe ich auch von ihr gelernt. Damit lebt es sich wesentlich besser!

Also bin ich doch kein Versager. Wie komme ich denn nun aus der Nummer wieder raus?

Wie üblich. Ich drehe dem Wort das Wort im Munde um, und wenn es keinen Mund hat, drehe ich trotzdem!

Ich bin ein „Ver-“ Sager. Nicht Ja-Sager, Nein-Sager, sondern Ver – sager. Aber wofür steht denn die Silbe Ver?

Verbindlich lässst sich das nicht sagen. Verse? Nein, Verse schreibe ich nicht, aber viele Verben. Ich komme oft in Versuchung, vergesse viel und verbale Aktionen sind mir auch nicht fremd. Und da ich nichts verbrochen habe, ist mir auch niemand auf den Versen.

Ok, ok, die anderen 4298 Wörter, die mit „ver“ anfangen muss ich nun nicht durchkauen, dann verrenne ich mich mal wieder.

Habe gerade noch so die Kurve gekriegt, nicht die Ausfahrt verpasst.

Nun kann ich in Ruhe darüber nachdenken, ob es überhaupt gut ist, irgendein „Sager“ zu sein?

Schreiber wäre doch auch gut!?

Und das Verschreiben hat auch schon wieder mehrere Anwendungsmöglichkeiten.

Oh mannomann, hört das denn bei mir nie auf????

Wortwürmer im Kopf heißt der Titel des ungeschriebenen Buches.😉

Untertitel: Hinter meiner Stirn sitzt ein verwurmtes Hirn, es hat noch nichts erfunden und dieses nicht verwunden

…von wegen „keine Verse“ HA!

Suche leichte Nebentätigkeit

Naja, was heißt „Nebentätigkeit“? Eigentlich wäre es der Haupt-Job, da ich ja meine Tätigkeit als Rentner nicht mitzählen kann.

Obwohl die oft auch schon sehr anstrengend ist. Sie glauben ja gar nicht, was man als Rentner so alles zu tun hat. Vor allem, über was man nachzudenken hat. Das nimmt schon so viel Raum ein, dass kaum noch Zeit bleibt, es auch in die Tat umzusetzen. Das artet oft in richtigen Stress aus. Aber von einem Rentnerburnout habe ich trotzdem noch nie gehört. Das liegt vielleicht daran, dass man im Leben gelernt hat, die Zähne zusammenzubeißen und nicht zu jammern. Das Berufsleben hat mich gestählt! So etwas hält lange vor!

Das ist bei Beamten vermutlich anders, aber da wird das ja auch nicht Rente genannt, sondern Pension. Wenn ein Beamter in Pension geht…. oder in eine Pension geht….

Pension! Wieder so ein Wort.
 

Wenn man also genug Pension bekommt, kann man sich im Alter einen feinen Beherbergungsbetrieb leisten (Altenheim zur schattigen Pinie z.B.)

Aber darüber wollte ich doch gar nicht schreiben!

Ich suche einen gut bezahlten Nebenjob. Möglichst einen, bei dem ich nicht körperlich arbeiten muss – eher geistig! Wenn überhaupt!

Es würde vielleicht auch genügen, wenn ich mit meinem guten Namen für etwas „bürge“.

Zum Beispiel wirbt eine Firma im Fernsehen für ein neues Produkt,

Herr Heinrich tritt ins Bild und sagt:“Ich bürge für dieses Produkt mit meinem guten Namen!“
(mit etwas Übung könnte ich das vielleicht auch auf Englisch sagen?!? Oder mit Hilfe von Synchronsprechern in jeder beliebigen Sprache!)

Es wäre auch angebracht, mein Auftreten durch einen Schauspieler zu realisieren, denn so der Burner bin ich optisch nicht!

Damit das nicht herauskommt, sollte auch mein Name geändert werden. Besser ist besser!

Tja, und dafür werde ich dann fürstlich bezahlt.

Wenn SIE also etwas auf den Markt bringen, was einen Umsatz in Millionen- oder besser Milliardenhöhe verspricht: ICH BIN DABEI!

Gruß Heinrich….ähmmm Herbert

 

Online Status

Da ich weder über WhatsApp, Twitter noch Facebook verfüge, habe ich nur hier die Möglichkeit, der Welt mitzuteilen, wo ich bin und was ich gerade mache, (und was ich so denke)

Ich bin zuhause und koche Gulasch.

Wir essen gerne Gulasch. Ich rege mich aber jedes Mal wieder auf, dass heutzutage im Gulasch so viel Wasser ist. Jedenfalls mehr als früher. Früher hat das Anbraten besser und schneller geklappt. Allerdings gibt es doch einen deutlichen Unterschied, ob ich das Gulasch an der Fleischtheke im Supermarkt kaufe, oder bei unserem kleinen Schlachter.

Bei unserem kleinen Schlachter ist weniger Wasser drin und man könnte (vermutlich) sogar erfahren, wie das Rind hieß. Dass das Schweinefleisch vom Bauernhof Nöhre stammt, steht sogar auf der Tafel über dem Tresen. Da man aber für Rindergulasch kein Schweinefleisch benötig, ist das in diesem Fall nicht so interessant.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, möchte ich auch gar nicht erfahren, wie das Rind hieß.

Ja, so bin ich. Esse keine Tiere, die ich persönlich kennengelernt habe. (Habe ich mal die Geschichte von dem niedlichen Kaninchen erzählt? Sicher! ) Ich esse NIE wieder ein Kaninchen, das ich noch lebendig gesehen habe!

Ist das scheinheilig, inkonsequent oder gar schon schizophren? Oder wie nennt man das? Einer, der nur anonyme Tiere isst, sich aber über anonyme Menschen im Internet aufregt. Aber das hat ja auch nichts miteinander zu tun.

Ok, ich muss jetzt wieder in die Küche – der Timer hat geklingelt. Bis denne!😉

Ich weiß es nicht! Ja, ich könnte nun Google fragen, aber langsam regt es mich auf, dass Google mehr weiß als ich und ich ihn immer fragen muss.

Ihn?

Oder ist Google eine Sie?

Ja, manchmal höre ich „Tante Google“. Onkel Google habe ich noch nie gehört. Also weiß Tante Google sicher auch, wer der Scholli ist,  der Kupferstecher oder der liebe Herr Gesangverein.

Aber in all diesen Ausrufen sind es auch wieder nur Männer. Das liegt wohl daran, dass Frauen alles wissen und nichts falsch machen!

Oder?

Wenn ich über eine Clementine nachdenke, wie sie es schafft, sich ohne Kerne fortzupflanzen, fällt mir spontan nichts ein. Es ist für mich schon ein Rätsel, wie es angestellt wird, Früchte ohne Kerne zu züchten?

Bewegen wir uns da schon im Bereich der Genmanipulation?

Bei den Menschen wird ja auch nicht immer ein kerniger Mann benötigt, die Familie zu vergrößern. Von künstlicher Befruchtung bis Adoption ist alles möglich.

Hat (eine) Clementine auch diese Möglichkeiten?

Ehe ich in unqualifizierte Mutmaßungen verfalle, frage ich Tante Google:

wie pflanzen sich clementinen fort?“

Als erste Fundstelle kommt wie so oft „GuteFrage.Net“ mit der Titelzeile

Wie verläuft die Fortpflanzung einer kernlosen Clementine?

Damit habe ich die Gefahr unqualifizierter Mutmaßungen nur um einen winzigen Bruchteil reduziert. Das Prinzip solcher Portale ist, wie in den meisten Foren und FB-Gruppen, dass zuerst immer diejenigen antworten, die vom Thema gar nichts verstehen.

Aber ein Eintrag redet tatsächlich von Stecklingen, weil die Programmierer von GuteFrage.Net die „sinnvollste“ Antwort nach oben spülen. Stecklinge, ein Stichwort auf dem ich aufbauen kann!😉

„Wo sind eigentlich die Schwalben?“, frage ich meine Liebste. Mir ist eben erst aufgefallen, dass sie nicht mehr über uns ihre Kreise ziehen. „Die sind schon seit Anfang September weg“, sagt sie. „Das sind doch Zugvögel!“

Zugvögel – Zug – ZUG?!

Das ist wieder so ein Moment, dass ein deutsches Wort auf dem Weg vom Ohr in mein Hirn plötzlich „ungewohnt“ klingt. Zug. Wieder so ein Wort mit mehreren Bedeutungen. Mir fallen gleich ein paar ein:

Zug (Eisenbahn), Zugluft, Spielzug beim Schach.

Und weil ich vermute, dass es einige geben wird, die mir gerade nicht einfallen, schaue ich bei Wikipedia nach.

WOW! Bei 30 höre ich auf zu zählen. Zug hat weit über 30 mögliche Definitionen.

Hier nur die Wichtigsten:

Wesensmerkmal einer Person, siehe Charaktertypen
Gebirgszug,
Vorgang beim Trinken
Vorgang beim Tabakrauchen
Zug (Eisenbahn),
Lastzug,
Seilzug, Bowdenzug,
Zug (Waffe), gewundene Vertiefung im Innern des Laufs einer Feuerwaffe
Luftzug,
Vogelzug,
Zug (Feuerung), Abschnitt der Rauchgasströmung in einer Feuerung
Zug (Militär), militärische Teileinheit

Die meisten Züge beziehen sich ja irgendwie auf ein Ziehen. Nur bei dem Wesens- oder Charakterzug fällt mir nicht ein, was da gezogen wird, oder was sich da zieht?

Es bleiben also trotz Wikipedia immer Fragen offen. So ist das bei mir.😉

 

 

Wenn ich nur den kleinsten Fussel an der Nase habe, stört mich das. Ständig schiele ich dann auf diese Stelle. Kann ich den Fussel entfernen, ist ja alles gut. Aber wenn zum Beispiel ein kleines Pflaster auf meiner Nase klebt, ist das ja nicht sofort zu entfernen.

Glücklicherweise habe ich zur Zeit weder einen Fussel an der Nase noch ein Pflaster.

Wie komme ich dann auf dieses Thema?

Weil ich neulich im Zoo ein Nashorn gesehen habe.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Da habe ich mir vorgestellt, wie für dieses Nashorn die Welt aussehen muss. Das hat doch ständig dieses Horn im Blickfeld. In etwa stelle ich mir das so vor:

bild1

Das ist doch mehr als lästig! Oder?

Wenn man davon ausgeht, dass es sowieso schon mehr als lästig ist, im Zoo wohnen zu müssen, kommt das noch hinzu.

Oder verschwimmen beim Schielen auf das Horn die Menschen im Hintergrund, schützt ein klein wenig vor Blitzlichtern? Die Natur hat sich bei der Gestaltung von Fauna und Flora ja sehr viele nützliche Gedanken gemacht. Manche Form und Farbe soll das jeweilige Wesen vor Feinden schützen.

Aber dieses Horn?

Ich weiß nicht!

Das Nashorn hat mir trotz seiner Gefangenschaft zwar einen gelassenen Eindruck vermittelt, aber auch nicht das Gefühl gegeben, dass es zur Klärung der Sachlage etwas beitragen möchte.

Ich hätte so gerne gewusst, wozu so ein Horn nütze ist, wenn man im Zoo wohnt.