Mir geht es nicht nur relativ gut, mir geht es unverschämt gut. So unverschämt, dass ich mich dafür schäme. Wenn so viele liebe Menschen so schlimm krank sind, mag ich gar nicht sagen, dass es mir blendend geht!
Meine Schwester hat heute zu mir gesagt, ich muss mich nicht schämen! Wenn es mir gut geht, muss sie sich wenigsten um mich keine Sorgen machen. Sie hat schon genug Sorgen!
So hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Nun kann ich etwas besser das Glück genießen, das ich zur Zeit habe. Wenn ich damit anderen Menschen Beruhigung oder Kraft geben kann, darüber zu berichten, dass bei mir alles in Ordnung ist, dann will ich das tun. Wenn auch etwas verhalten und immer in der Gewissheit, dass nichts selbstverständlich ist, dass nichts von Dauer ist. So habe ich auch die große Hoffnung und Zuversicht, dass die schweren Zeiten der Menschen, die mir nahe stehen, auch nicht von Dauer sind. Ich bin sicher, dass der Tag kommen wird, an dem wir uns gemeinsam über eine Gesundung oder Verbesserung freuen können!
Lieber Heinrich,
Sie glauben ja gar nicht, wie sehnsüchtig ich auf dieses Lebenszeichen gewartet habe! Ich war bereits besorgt, sah Sie schon im Straßengraben liegen, das Fahrrad neben Ihnen völlig abgenutzt.
Jetzt bin ich doch sehr erleichtert.
Vermutlich haben Sie bereits mehrere Nachfragen per Mail erhalten, die Sie zu diesem Post veranlassten. Und ehrlich, noch einen weiteren Tag ohne Neuigkeiten, ich hätte auch Ihr Postfach zugepflastert!
Ich freue mich sehr, dass es Ihnen so gut geht. Bin aber ein wenig neidisch, denn mir geht es sicher nicht halb so gut wie Ihnen. Aber wahrscheinlich bin ich selber schuld. Ich könnte mir ja eine Scheibe abschneiden. Oder auch zwei oder drei.;)
Liebe Grüße
Nikola
Liebe Nikola,
keine Sorge, das mit dem Straßengraben und einem zerstörten Zweirad habe ich vor vielen Jahren schon erledigt. Auch sonst mache ich im Leben alles nur ein einziges Mal. Das Gleiche mehrfach zu tun oder herzustellen wird schnell langweilig.
Wenn ich etwas gebastelt, gebaut oder “konstruiert” habe, das so großen Anklang gefunden hat, dass mich jemand gebeten hat, es noch einmal für ihn zu machen, dann habe ich es lieber hergegeben, als es ein zweites Mal herzustellen.
Ja, ich weiß, manche Dinge müssen wiederholt werden: Atmen, Brot backen oder aufwachen.
Dass es Ihnen nicht so gut geht, macht mich traurig. Aber neidisch müssen Sie nicht sein, denn erstens haben Sie so viele Talente, um die SIE beneidet werden und zweitens ist alles relativ.
Selber schuld sind Sie auf keinen Fall! Welcher Mensch kann schon Schicksal, Glück und Fügung beeinflussen?! Und bestimmte Dinge für sich selbst aus Angst, Sorge, Zweifel oder Liebe nicht zu tun, ist auch nicht verwerflich. Wie ich sie kenne, sorgen Sie mit ganzer Kraft dafür, dass es Ihrer Familie gut geht. Da bleibt einfach nicht genügend Zeit, Kraft und Gelegenheit, sich mehr um Ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu kümmern.
Aber das wird besser! Glauben Sie mir – und wenn es nur die “gefühlte” Zufriedenheit ist, die immer mehr Raum einnimmt.
Herzliche Grüße Heinrich
Lieber Heinrich,
Das ist doch mal was wirklich Schöööönes und so überhaupt nicht zum schämen!!!!. Denn gerade die Leute, denen es gut….bzw. soooooooo richtig unverschämt gut geht …sind imstande andere anzustecken. Quasi einen positiven Virus zu verbreiten. Gerade jetzt im Januar, gerade zu diesen Zeiten…..ach eigentlich immer
)))). Es hilft in jedem Falle auch denen, denen es gerade mal eben nicht so sonderlich…….hach
Es ist sehr schön zu lesen, dass es Ihnen gut geht. Zur Zeit liest man rundum in so vielen Blogs Klagen über das Befinden. Dass auch jemand in seinem Blog sein Wohlergehen zur Kenntnis bringt, ist gewissermaßen tröstlich.
Lieber Heinrich,
ich finde es in doppeltem Sinn fantastisch. dass es Ihnen gut geht und dass Sie es laut sagen. Das ewige Gejammere und Genörgle allüberall kann einem nämlich nicht nur gehörig auf den Geist gehen, es zieht auch herunter. Zu sehen, dass es einem auch gut gehen kann, beweist doch, dass Zeiten, in denen es nicht so gut geht, auch mal wieder aufhören!
Schöne Grüße, Petra
Hallööö,
das ist wirklich sehr schön, dass es Ihnen gut geht, aber kein Grund keine Artikel zu verfassen. Her mit dem nächsten Blogeintrag, sagt eine leicht gebräunte und strohtrockenhaarige R.C.N.
Liebe Johanna, Petra, Ma’am und lieber Noemix,
ich danke Ihnen für die Zustimmung, dass ich mein Wohlergehen ruhig genießen soll. Sie haben schon richtig vermutet, dass es mein Ziel ist, so wenig wie möglich zu jammern.
Die wieder einmal gemachte Erfahrung der Ausgefülltheit durch sehr viel körperliche Arbeit war sehr wichtig und schön für mich. Durch den Umzug war ich wochenlang von morgens bis abends auf Trab. Rücken, Beine und Knie haben dabei die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit überschritten. Aber die täglichen Erfolgserlebnisse sind in einer solchen Phase auch überdurchschnittlich hoch.
Für den Kopf müsste ich wohl häufiger umziehen. Vor allem, da dieses nach sehr langer Zeit ein Wunsch-Traum-Umzug war und keine “Flucht” wie viele andere, die ich früher erleben musste. Bei diesem Umzug durften sich alle Beteiligten (2) ruhig “selbst mitnehmen” – unverändert – einfach so wie sie sind.
Trotzdem ist dieses neue Heim ein Quell für ein fröhliches Herz und eine ausgeglichene Seele. Es gibt eben immer noch eine Steigerung, weil es ja vorher schon alles relativ war und immer so bleibt.
Dass eine geteilte Freude sich noch einmal mächtig vergrößert, ist sicher ein wesentlicher Grund meines glückseeligen Zustandes.
Den Trennungsschmerz von vielen gesammelten Dingen habe ich auch besser als befürchtet überstanden, da jedes Teil, von dem ich beim Sortieren sagte: “DAS kann man aber noch einmal gebrauchen!”, nicht auf der Müllkippe, sondern als Spende im Sozialen Kaufhaus gelandet ist. Das ist Beruhigung und ein schönes Gefühl für eine alte Sammlerseele.
Viele Grüße vom aufgeräumten Heinrich
P.S. Besonders “cool” ist, dass in der neuen Wohnung DSL auch 3x so schnell ist. Was will man mehr?!
Lieber Heinrich!
Obwohl Sie mein einziger Blogleser sind – ich bin fest davon überzeugt, dass es so ist, denn keiner kommentiert bei mir so offen und ehrlich – gelingt es mir nur ab und an bei Ihnen vorbeizusehen. Das bereue ich jedes Mal, denn hier ist es herrlich gemütlich, so schön ruhig und wohltuend. Und ich finde es wunderbar zu lesen, dass es Ihnen so unverschwämt gut geht!
Möge dieses Gefühl ewig andauern!
Alles Gute, Nicole Rensmann
Liebe Nicole,
erst einmal sorry, dass Ihr Kommentar erst jetzt freigeschaltet wurde. Ich habe hier keinerlei Sperre oder Freigabefilter. Mal beobachten, ob das jetzt häufiger passiert, weil WordPress etwas geändert hat?!
Ich freue mich sehr, dass Sie in meiner kleinen Bloghütte vorbeigeschaut haben und bedanke mich herzlich für Ihre guten Wünsche.
Mir ist völlig klar, dass Besuche und Gegenbesuche nicht 1:1 möglich sind! Der Grund ist ganz einfach: Ich bin Rentner und habe alle Zeit der Welt. Ich habe mir einige herausragende Persönlichkeiten der Kunst-und Kulturwelt im deutschen Internet herausgepickt, bei denen ich die Blogs lese und ab und zu kommentiere. Das sind aber durch die Bank vielbeschäftigte Menschen, die niemals genug Zeit hätten, die Kommunikation mit allen Lesern, Fans und Internetbekannten in gleichem Umfang zu pflegen.
Ich freue mich, dass ich überhaupt Kontakt zu Ihnen und den anderen “Promis” habe, die mir und vielen anderen Menschen mit ihren Werken Freude bereiten!
Gruß Heinrich