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Lebenszeichen

Mir geht es nicht nur relativ gut, mir geht es unverschämt gut. So unverschämt, dass ich mich dafür schäme. Wenn so viele liebe Menschen so schlimm krank sind, mag ich gar nicht sagen, dass es mir blendend geht!

Meine Schwester hat heute zu mir gesagt, ich muss mich nicht schämen! Wenn es mir gut geht, muss sie sich wenigsten um mich keine Sorgen machen. Sie hat schon genug Sorgen!

So hatte ich das noch gar nicht betrachtet. Nun kann ich etwas besser das Glück genießen, das ich zur Zeit habe. Wenn ich damit anderen Menschen Beruhigung oder Kraft geben kann, darüber zu berichten, dass bei mir alles in Ordnung ist, dann will ich das tun. Wenn auch etwas verhalten und immer in der Gewissheit, dass nichts selbstverständlich ist, dass nichts von Dauer ist. So habe ich auch die große Hoffnung und Zuversicht, dass die schweren Zeiten der Menschen, die mir nahe stehen, auch nicht von Dauer sind. Ich bin sicher, dass der Tag kommen wird, an dem wir uns gemeinsam über eine Gesundung oder Verbesserung freuen können!

Gerade spreche ich noch über „Scheine“, da bekomme ich eine Urkunde! :)

Die Falkin hat mir „The Versatile Blogger Award“ verliehen!

Verehrte Falkin,
ich danke Ihnen recht herzlich, dass Sie an mich gedacht haben, als Sie diese Auszeichnung vergeben haben. Ich freue mich, fühle mich geehrt und wohl. Ich freue mich auch, dass Sie geschrieben haben:

Nun, ich empfinde den Award als eine Aufmerksamkeit, ein Kompliment, eine liebe-volle Geste – nicht, als ketten-mail-reaktionäres Muss…

So muss ich mir nicht den Kopf zerbrechen, welche sieben Dinge ich über mich schreiben könnte, oder welche Blogs ich nun sofort erfreuen kann. (Bei den 7 Dingen könnte ich ja einfach wiederholen, was ich hier geschrieben habe, aber das hat sich sicher schon wieder verändert)

Sie haben auch geschrieben: Durchaus existieren einige Blog.s, die ich gerne zum Plaudern aufsuche, nicht ganz so viele, die mich durch ihre Kreativität inspirieren…

Das ermuntert mich, Ihnen zu erzählen, was mir die Bloggerei bedeutet. Ursprünglich bin ich durch die virtuelle Welt gezogen, um Webseiten und Blogs zu suchen, die etwas mit Kunst und Kultur zu tun haben. Als alter Technikfreak hatte ich genug von Bits und Bytes, CPUs und Firewalls und wollte mich mehr mit Literatur, Malerei und Kunst im Allgemeinen beschäftigen.
Mir ist aufgefallen, dass es in einigen Blogs mit sehr gutem Inhalt wenig »Kommunikation« durch Kommentare gab, während in anderen regelrechte große »Blogfamilien« entstanden sind.
Da ich hier und dort auch kommentiert habe, immer darauf bedacht, es den Autorinnen und Autoren  auch laut und deutlich zu sagen, wenn mir ihre Werke gefallen haben, wurde ich ab und zu gefragt, wo denn mein Blog sei.

So „ermuntert“ und da man ja auch als Netzbürger irgendwo wohnen muss, habe ich diese »Bloghütte« gebaut. Das pure Nomadenleben wird gerade im hohen Alter immer beschwerlicher. So locke ich auch ab und zu Besuch in meine Hütte, um nicht immer reisen zu müssen, wenn ich mich mit kreativen und liebenswerten Menschen unterhalten möchte.

Mein Blog gehört aber nicht zu den Schaufenstern, in denen Künstler ihre Werke ausstellen. Ich habe der Welt auch nichts mitzuteilen, deshalb wirken meine Blogartikel oft etwas »hergesucht«.  Ich hatte mir vorgenommen, weniger über die »Missstände dieser Welt« zu jammern. Das machen schon genug Blogger. Aber nun sehe ich, wie unendlich schwer es ist, nur über positive Dinge zu schreiben. Es interessiert auch die wenigsten Leser.

Ich arbeite aber daran, meine Fotos zu sortieren. Vielleicht baue ich ja tatsächlich noch ein »Schaufenster«. Wenn nicht, ist es auch egal. Es bereitet mir große Freude, mit Ihnen und den anderen Bloggerinnen und Bloggern die ich kenne, zu plaudern, zu lachen und sich gemeinsam an Worten, Geschichten und dem Leben zu erfreuen.

Dadurch entsteht für mich in der virtuellen Welt eine Landschaft, eine Gegend, eine Gemeinde in der ich mich wohl fühle. Sie sind ein wertvolles Mitglied dieser Gemeinde. Danke!

Gruß Heinrich

Zum Autofahren braucht man einen Führerschein, zum Angeln einen Angelschein und sogar zum Einkaufen in „Großmärkten“ braucht man einen Gewerbeschein.

Was will ich damit sagen? Ich könnte tausend Dinge aufzählen, für die man einen speziellen Schein benötigt. Für einige  Tätigkeiten braucht man  keinen Schein, aber Talent und [Beziehungen oder Glück]. Da fällt mir das Bücherschreiben ein, so wie es bisher lief, mit Verlag, Veröffentlichung, vielen Verkäufen und allem Drum und Dran.

Dank E-Book kann nun jeder ein Buch veröffentlichen – ganz ohne Schein. Man kommt ja sogar ohne Schein ins Internet, obwohl ein „Internetführerschein“ vielleicht nötig wäre, um den Verkehr auf der Datenautobahn etwas sicherer zu machen.

Das Internet ist unser Schweizer* Taschenmesser der All-, Werk- Sonn- und Feiertage geworden.
*(Sir Timothy John Berners-Lee ist zwar kein Schweizer, aber er hat ja wenigstens in der Schweiz gearbeitet!)

Diese virtuelle Welt macht alles möglich – für jeden Netzbürger – von der Webvisitenkarte, über die gebastelte  Homepage, das Blog und Gästezimmer in den sozialen „Sich-Selbst-Verkaufsplattformen“. Und nun darf man  bei Amazon nicht nur als semiprofessioneller Freizeitrezensent seinen Senf zu allen Büchern dazugeben, sondern sogar eigene Bücher veröffentlichen.

Bücher wie In 7 Tagen zum eigenen E-Book„, oder „Wie ich 1 Million E-Books verkaufte“ animieren nun auch die (allerletzten) Menschen den Autorenberuf zu ergreifen. Vor allem die, die bisher gar nicht wussten, womit sie ihr Geld eigentlich verdienen könnten oder sollen oder wenigsten berühmt werden.

Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Ich weiß, wie viele gute, talentierte und seriöse Autoren nun auch E-Books anbieten! Die meine ich NICHT, wenn ich hier ablästere.

Wer es als blutiger Anfänger  trotzdem nicht lassen kann oder will, soll sich wenigstens den Rat von Fachleuten anhören. Es gibt inzwischen auch sehr viele, gute Ratgeber.

Wer wissen möchte, wie schwer der Autorenberuf generell ist, sollte unbedingt Carla Berlings Buch lesen. Da lernt man als Leser sehr unterhaltsam und bequem im Lesesessel sitzend, dass zum Schreiben auch Kämpfen gehört. Dann weiß man wenigstens, dass es etwas länger als 7 Tage ;) dauert, bis sich der Erfolg einstellt.

Übrigens,  beim Durchstöbern der E-Book-Shops habe ich schmerzlich  festgestellt, dass sich die Qualität von unbekannten E-Book-AutorInnen nicht am Preis ablesen lässt. Vorher wenigsten die Leseprobe downloaden, schützt vor allzu großen Enttäuschungen!

Hoffentlich wird sich auch dieser Hype irgendwann regulieren. Ich schätze, die in Zukunft „überfüllten“ E-Book-Shops werden dann ähnlich „gefiltert“, wie Google es mit dem ganzen Internet schon tut. Dann behalten wir ja die Übersicht, beziehungsweise es erreichen uns nur die „E-Book-Botschaften“ für die der Absender etwas investiert hat:  Geld für Werbung, Arbeit, Qualität oder schon vorhandene „Berühmtheit“.

Viele Menschen sitzen einsam zuhause vor ihrem PC. Vermutlich haben sie sich aber noch nie gründlich umgeschaut?!

Ich habe heute auf meinem Android-Tablet versehentlich eine Schaltfläche „Inkognito-Tab“ berührt.

Sie haben den Modus für anonymes Browsen aktiviert. In diesem Fenster aufgerufene Seiten erscheinen nicht in Ihrem Browser- oder Suchverlauf. Zudem werden nach dem Schließen des Inkognito-Fensters keine anderen Spuren wie etwa Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert. Heruntergeladene Dateien oder hinzugefügte Lesezeichen werden jedoch beibehalten.

Das anonyme Browsen wirkt sich nicht auf das Verhalten von Menschen, Servern oder Software aus. Vorsicht ist geboten bei:

- Websites, auf denen Informationen über Sie gesammelt oder weitergegeben werden
– Internetanbietern oder Arbeitgebern, die die von Ihnen aufgerufenen Seiten protokollieren
– Bösartiger Software, die Ihnen kostenlose Smileys bietet, dafür aber Ihre Tastatureingaben speichert
– Geheimagenten
– Personen, die hinter Ihnen stehen

Was zunächst nach dem endgültigen Verschwinden in die Anonymität klingt, entpuppt sich als die Endeckung, dass sich oft mehr Menschen im Zimmer befinden, als wir dachten! Wenn allerdings Geheimagenten und bösartige Smileys darunter sind, begnüge ich mich damit, wenn mein Freund Harvey ab und zu vorbei schaut … oder ich warte einfach, bis meine Frau von der Arbeit kommt. ;)

Zurück in die Zukunft

Dank Daniel Lüdeking, der neuerdings auch Spaß daran hat, Cartoons zu zeichnen, bin ich auf eine Webseite aufmerksam geworden, die eine andere Zukunft zeigt, so wie man sie sich  1950 – 1960  „ausgemalt“  hat.

http://www.retro-futurismus.de

Es kommt eben doch immer alles anders, als man denkt. Darum warte ich nun einfach mal ab, was die Zukunft wirklich bringt, statt ständig zu vermuten, wie es in 100 Jahren sein wird. ;)

Nach meinem missglückten Kontakt mit Außerirdischen habe ich den Himmel nach Ufos abgesucht, aber keine gefunden, auch sonst nichts Neues!

Richard K. Breuer schreibt gerade ein Buch über die Welt wirtschaftlicher und politischer Machenschaften und skizziert eine absurd visionäre Lösung.

In einem Blogartikel stellt er die Frage:
(Bitte lesen Sie auch die vorangegangenen Artikel und natürlich das Buch, wenn es erscheint!)

Dürfen wir uns also in der westlichen Welt wirklich in einer Demokratie wähnen, in der jeder das Recht hat, seine Meinung frei zu äußern? Darüber sollten wir nachdenken.

Ich habe darüber nachgedacht.

Selbstverständlich gibt es nichts Besseres als eine Demokratie. Dort, wo die Machthaber keine Demokratie zulassen, sehen wir sehr deutlich, wie unmenschlich viele Völker behandelt werden.

Aber dort, wo die Demokratie ausgerufen wurde, haben viele Bürger den Ruf nicht gehört, sind schwerhörig oder nur hörig, oder zu schwer und zu träge, oder nach unzähligen Generationen immer noch „ungeübt“, die Demokratie zu leben.

Typisches Beispiel ist für mich ein Internetforum, in dem (junge) Menschen sich rüpelhaft, dreist und egoistisch benehmen und vom Moderator ermahnt, großspurig tönen: „Wir leben in einer Demokratie – hier darf ich ALLES sagen!“

Eine Demokratie muss wachsen. Aber so wie wir das Wachstum gesunder Pflanzen in der Natur behindern, so haben wir schon seit tausenden von Jahren versäumt, aktiv das Wachstum der Demokratie zu fördern. Da ich denke, dass das genbedingt ist, wird sich das sicher erst ändern, wenn die gesamte Menschheit in größte Not gerät – in Überlebensnot!

Solange ich hier noch Artikel schreibe, in anderen Blogs kommentiere und über Demokratie nachdenke, bin ich noch lange nicht in Not! Ich habe also noch vieeeel Zeit, mir wirklich Sorgen zu machen – Sorgen, die auch dann nicht aufhören würden, wenn ich mal keine Nachrichten, Börsenberichte oder Blogs lese.

Ansonsten nicke ich zustimmend, wenn jemand von Missständen erzählt. ICH bin damit ja nicht gemeint – ich bin nämlich ein ganz „normaler“ Durchschnittsbürger. Ich gehöre nicht zu den Mächtigen. Ich habe keine „Schuld“

Es muss sich etwas ändern? Ja,  da müsste mal einer was machen! (Hannemann, geh du voran)

Mir würde eine Demokratie gefallen … aber nur, wenn ich auf nichts verzichten müsste!

Ich bin auf Richards visionäre Lösung sehr gespannt, denn ich habe das Gefühl, ich habe mich „festgefahren“. ;)

So sehen Außerirdische aus, wenn sie eine der Menschengestalt ähnliche Erscheinungsform haben oder annehmen, und auch mit den uns zur Verfügung stehenden Sinnen wahrnehmbar sind.

Sie spiegeln sich auch da, wo gar keine Wasserfläche vorhanden ist und es gelingt kein scharfes Foto.

Mich hätte das alles sehr irritiert, wenn ich nicht vor dieser Begegnung schon ein paar SciFi-Romane gelesen hätte. Ein Genre, das ich seit meiner Jugendzeit vernachlässigt habe. Ich bin sehr erstaunt, wie sich die Phantasie der SciFi-Autoren im Laufe vieler Jahrzehnte weiterentwickelt hat. Gab es vor 50 Jahren zwar auch schon Hyper- und Super- und Laser- Geräte, Schiffe und Raumstationen, so stoße ich nun schon häufig an meine Vorstellungskraft, wenn mich die Ereignisse in  Dimensionen führen, die nicht einmal auf Playstations mit 3- oder 4-D Brille darstellbar wären.

Auch in wenigen Stunden Millionen von Lichtjahre zu überbrücken, irritiert mich mächtig. Ich stelle mir vor, ich suche mir am Sternenhimmel einen Stern aus, auf dem ich mit meiner Frau ein Wochenende verbringen möchte – wir sausen los und stellen nach ein paar Minuten fest, dass wir auf der Erde zwar noch das Licht des Sternes gesehen haben, der aber schon seit 400.000 Jahren nicht mehr existiert.

Auch wenn es auf dem Planeten Erde immer ungemütlicher wird, bin ich doch froh, dass ich meine Reiseplanungen noch mit meinem Navi (Ingrid), dem alten Benziner und dem Fahrrad bewältigen kann. Ich spüre jetzt sehr deutlich, dass man mit neuen Technologien früh aufwachsen muss, um sie furcht- und bedenkenlos zu nutzen. Satelliten, die mir Fernsehbilder übertragen oder Handygespräche nach Australien ermöglichen und meiner „Ingrid“ im Auto helfen, mir die Richtung zu weisen, sind schon fast alles, was ich an Raumfahrt benötige.

Ich habe es versemmelt

Ich habe am 11.11.11 um genau 11:13 Uhr zur Uhr geschaut! 2 Minuten zu spät!

Allerdings tröste ich mich damit, dass ich mit 11:11 Uhr auch nicht viel mehr hätte anfangen können. Was überhaupt hat  jemand vom 11.11.11 wenn er nicht gerade heiratet, oder einen Kaiserschnitt erbettelt hat, um das Kind ein paar Tage vorher auf diesen Planeten zu zerren?

Ich weiß es nicht, werde aber mal die Netzwelt abklappern, mit welchen Ereignissen wir später den 11.11.11 gedanklich verbinden werden. Weißt Du noch? 11.11, – - – 9/11 – - – was war eigentlich 10/11? Ist das ausgefallen?

In der Liste der Gedenk- und Aktionstage ist der 11. November ja schon reichlich bestückt. Allerdings wäre der Weltputzfrauentag oder noch besser, der Welttag des Mannes auch würdig für den 11.11.11 gewesen, das hätte ich mir dann vielleicht merken können.

Naja, bis zum 11.11.2111 habe ich noch etwas Zeit, mich rechtzeitig vorzubereiten. Vielleicht lege ich auf den Tag meine Beerdigung?!

Die höchste Altersangabe des 20. Jahrhunderts publizierte 1933 die Time, die berichtete, der zuvor verstorbene chinesische Herbalist und Professor Li Chung Yun, der angab, 1736 geboren zu sein, habe ein Alter von 197 Jahren erreicht, nannte dann aber eine weitere Quelle, die anführte, dass die chinesische Regierung ihm bereits 1827 zu seinem 150. Geburtstag gratuliert habe und er damit 256 Jahre alt geworden sei. Er soll 23 Ehefrauen überlebt haben und war gerade mit seiner vierundzwanzigsten verheiratet. Quelle: Wikipedia

Sieben Milliarden

Das war der Stand Samstag Nachmittag. Man braucht natürlich eine Hochgeschwindigkeitskamera, wenn man den Zähler aktuell im Bild festhalten will. Inzwischen sind es sicher ein paar Menschen mehr.

In Karl Olsbergs Blog habe ich gelernt, dass diese 7 Milliarden Menschen aber noch ins Saarland passen würden, und auf Mallorca würden sie nicht einmal so dicht gedrängt stehen, weil Mallorca noch tausend Quadratkilometer  größer als das Saarland ist.

Dann schlage ich vor, die 7 Milliarden nach Mallorca zu schicken. Dann haben wir da noch Reservefläche für 2 Milliarden.

Wenn die Deutschen die noch freien Flächen allerdings wie gewohnt mit ihren Badetüchern reservieren, stehen Nachrücker aus Asien und Afrika schon mit den Füßen im Wasser. Auch wenn die Asiaten inzwischen sehr viel Hochwassererfahrung haben, haben sie sicher „genug“ davon.

Was soll das eigentlich bringen, in den Fußgängerzonen deutscher Städte solche Zähler aufzustellen? **
Weil die „Schuldenzähler“ inzwischen fast schon wieder langweilig sind?!
Wir können doch mit so großen Zahlen gar nichts anfangen. Die Inflation im Kopf lässt uns nicht einmal mehr erschrecken, wenn es um Billionen oder Trillionen geht.
Heute war es  in Hannovers Innenstadt so voll, dass vor Kaufhäusern die anstürmenden Menschenmassen mit Absperrbändern geregelt und eingeschleust werden mussten.(Ist denn schon Weihnachten?) 

Ja, die Weihnachstbeleuchtung hängt größtenteils schon. Trotzdem waren in den etwas abgelegenen Parkhäusern noch so viele Parkplätze frei, dass ich befürchte, dass es noch schlimmer kommen kann. Bestimmt!
** Die Anzeige der noch freien Parkplätze in unserer Stadt  ist für uns aktuell sehr viel wichtiger, als die genaue Zahl der Weltbevölkerung – oder?

Ein Artikel über Promis im Rabenblut-Blog hat mich inspiriert, mal wieder richtig abzulästern. Das brauche ich scheinbar auch, obwohl ich mir vorgenommen habe, immer tolerant, gleichmütig und positiv zu denken und zu reden. Wenn ich dieses Vorhaben nicht völlig konsequent umsetze, habe ich trotzdem kein schlechtes Gewissen. Auch eine Dampflok muss zwischendurch mal pfeifen und etwas Dampf ablassen. Ständig die gesamte Kraft auf die Schienen bringen zu wollen, ist schon deshalb schwer zu ertragen, weil die Schienen sowieso die Freiheit einschränken.

Zunächst habe ich im Duden nachgeschaut, ob das Wort »Promi« dudensalonfähig ist.
Natürlich! Der Duden geht ja auch mit der Zeit und reiht Wörter in unseren schönen deutschen Sprachschatz ein, die ich zwar als Gassendeutsch bezeichnen würde,  die aber so häufig aus dem Volksmund purzeln, dass der Duden sie nicht ignorieren will.

So hat der Duden nicht nur die Promis aufgenommen, sondern auch »austicken«, »Dudelfunk«, »flashen«, »fluffig«, »talentfrei« und »vermüllen«.

Da passt ohne nähere Betrachtung schon einiges zusammen. Aber neben Promis und ihren Eigenschaften gibt es noch weitere 3000 neue Wörter im Duden.

Bezeichnend ist, dass bei »Promi (maskulin) Oliver Kahn als Beispiel aufgeführt ist. Nichts gegen Oliver Kahn, aber ich hätte mir als prominente Persönlichkeit ein anderes Beispiel ausgesucht. Aber sicher leistet  Olli Kahn als Promi etwas mehr, als der Big Brother Gewinner der elfundneunzigsten Staffel, oder der Dschungelkönig 2010.

Da bin ich mit Julia Roberts als Beispiel für »Promi – (feminin) schon eher einverstanden, aber ich werde ja nicht gefragt.

Was treiben die Promis denn nun so den ganzen Tag? Promenieren sie?
Was sagt der Duden?
a.    an einem belebten Ort, auf einer Promenade o. Ä. langsam auf und ab gehen (aha..)
B.    sich promenierend irgendwohin bewegen (hmmm..)

französisch (se) promener < mittelfranzösisch po(u)r mener, aus: po(u)r = im Kreis und mener < spätlateinisch minare = (an)treiben, führen

Aha! Im Kreis – ich verstehe: Bin ich prominent, kann ich auch mit Werbung,  Gesang und Büchern Geld verdienen – der Kreis schließt sich immer und wird von Agenten und  Geldgier angetrieben, und wir ahnen jetzt schon, wohin das führen wird, wenn die Zahl der Promis schneller als die Weltbevölkerung wächst.  RTL, Presse, Internet und Amazon helfen dabei sicher! Und ob wir als „Verbraucher“ dabei mithelfen, dürfen wir ja noch selbst bestimmen – da schreibt der Duden nichts vor! Einfach abwarten. Die meisten Promis „verbrauchen“ sich von selbst, wenn Verbraucher sie nicht brauchen. Die sinkende Promi-Halbwertszeit hilft ein klein wenig, dass wir nicht ganz so schnell „vermüllt“ werden.

Dass der Duden den B-Promi nicht aufgenommen hat, erkläre ich mir damit, das es aufgrund der Masse und Qualität im Grunde keinen Unterschied mehr zwischen Promis und B-Promis gibt. Die „richtig“ prominenten Persönlichkeiten spielen ja in einer anderen Liga.

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